EU-weiter-7%-Agrofuel

EU-Agrofuel-Lobby bestimmt weiterhin die Tagesordnung in Brüssel.
—Text: Dr. med. vet. Peter Zimmer

Andauerndes Versagen in Europa verschärft die Problematik mit Agrokraftstoffen

Als es um neue Regeln für Agroenergie und Agrokaftstoffe ging hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments am 14. April 2015 wieder eingeknickt und mit ihrer Zustimmung die grenzlose Vernichtung von Biodiversität ins unermessliche weiter treiben lassen. Die Möglichkeit auf verantwortliche Politik hat die Mehrheit im Umweltausschuss wieder verprasst.

Die neuen Bestimmungen sollten die negativen Folgen der Nutzung von Anbauflächen für Kraftstoff mindern – in der Tat wurde aber das entgegengesetzte bewirkt. Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten haben in einem Kompromiss mit dem EU-Parlament eine Verschlechterung in den Umgang mit Agro-energie und -kraftstoffen herbeigeführt.  Die Deckelung der Förderung von Agrokraftstoffen bei sieben Prozent ist nach keiner Messlatte ausreichend. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Agrokraftstoffe die weltweite Artenvielfalt dezimiert und das Klima meistens mehr belasten als fossile Kraftstoffe. Die Behauptung einer klimaschützenden Wirkung der Agro-energie ist eine betrügerische Illusion.

Die enorme Förderung von Agrokraftstoffen führt zu einer immer größer werdenden Zerstörung der Regenwälder, Ausrottung von einheimischen Flora und Fauna und Steigerung des weltweiten Massensterbens. Die freizügige Deckelung treibt den Raubbau immer weiter an und führt zu indirekten Landnutzungsänderungen wo Nahrungspflanzen durch Pflanzen für Agrokraftstoffe ersetzt werden und hierdurch wiederum Wald- oder Brachflächen in Ackerland umgewandelt werden müssen um die knapp werdende Nahrungsmittel zu ersetzen.

Text: Dr. med.vet. Peter Zimmer,

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Orang-Utan-Tag

Tag des Orang-Utans Aktion: Stachus, Sa. den 17.08 von 16 bis 23 Uhr.

Der Welttag des Orang-Utans naht – und wenn alles so wie bisher weiter geht liegt der Tag seines Aussterbens nicht lang danach.

Der „sanfte Mensch vom Wald“ – der milde Orang-Utan – ist eines der nächsten Verwandten des Menschens und wird durch die Vernichtung des Regenwaldes im Affentempo ausgerottet. In unserem Eifer das Klima zu retten wurden fehlerhafte EU Richtlinien geschaffen mit erschreckende, unerwünschte und kontraproduktive Folgen. Gutgemeinte Fehler zu machen ist kein Verbrechen – aber diese Fehler weiter zu machen und nicht zu korrigieren weil eine inzwischen entstandene starke Lobby dahinter steht, sehr wohl ist. EU Beimischungszwang für Biodiesel aus Palm- und anderen Pflanzenölen, welche am 10 September neu beschlossen werden soll, resultiert in die rasante Vernichtung der letzten unberührten Regenwaldsflächen der Erde – auch in Sumatra und Borneo – Heimat des Orang-Utans.  Da hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, um zu verdrängen, dass jeder von uns zum diesem Artensterben beiträgt, besonders wenn wir nichts dagegen unternehmen.

Am Samstag, den 17. August, weist am Karlsplatz eine Aktion mit Infostände und den Film „Climate Crimes – Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes“ auf die Zusammenhänge hin. Untermalt wird dieses wichtige Thema von Musik engagierter Jugendlichen aus „Jamielou“.  Der Veranstalter, Tierarzt und Landtags Kandidat für Oberbayern, Dr. Peter Zimmer erklärt dazu „Das Schicksal unser nächsten Verwandten – den Orang-Utan- ist represäntiert unser gemeinsamen Schicksal auf dieser Erde. Wir befinden uns im schlimmsten Artensterben der Erdgeschichte und dieses 6. Artensterben wird vom Menschen, hauptsächlich durch die Agrarwirtschaft, verursacht. Nicht nur in Zeiten des Wahlkampfs sollten sich die Menschen darüber Gedanken machen, wie sie verantwortlich mit anderen Lebewesen und mit der Zukunft der eigenen Art umgehen.“

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Keine Agrokraftstoffe

Am Freitag, den 5. Juli 2013 ab 18 Uhr, findet in München eine Demonstration am Karlsplatz (Stachus) gegen die Erhöhung der Agrospritproduktion statt. Im Folgenden ein paar Ausführungen zu ihrem Hintergrund.

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage. Wer hat das Recht zu leben und wer nicht? Wie so oft spielen Menschen Gott um des eigenen Geldbeutels willen mit vorgeschobener Fürsorge für das Klima. Vorgeschoben deswegen, weil „Bio“- Diesel aus Palmöl, Soja oder Raps weitaus umweltschädlicher ist als fossiler Diesel aus Erdöl. Menschen verhungern, Arten sterben aus und das Klima macht unseren Planeten zunehmend schwerer bewohnbar. Nicht nur der Fluch der industriellen Massentierhaltung steckt hinter der Misere, auch der sogenannte Agrosprit. Bio nennt sich hier, was Leben kostet. Immer mehr Leben kostet. Denn die EU hat beschlossen, den Biospritanteil des Treibstoffs bis 2020 von derzeit 5% auf 10% zu erhöhen. Das bedeutet, dass 50-80% des dazu benötigten Rohstoffs importiert werden müssen. Riesige Flächen Regenwald werden abgeholzt, um uns damit zu versorgen. Wo früher wertvoller Regenwald Lebensraum und „grüne Apotheke“ war, kommen Plantagen mit Zuckerrohr, Soja (z.B. Brasilien), Palmöl (z.B. Indonesien) und Getreide diesem neuen Bedarf nach. Der Markt für Biotreibstoffe wird also wachsen. Da es sich hier um Grundnahrungsmittel handelt, die in den Tank wandern, erhöhen sich die Nahrungsmittelpreise und hungern 128 Mio. Menschen zusätzlich. Denn die Getreideproduktion für Tierfutter und Agrosprit verteuert auch das Lebensmittel für die Menschen. Daneben sind Kämpfe um Landnutzungsrechte, Vertreibungen und soziale Probleme unmittelbare Folgen dieses Nahrungsmittelmissbrauchs. Wer jetzt über zu große Migration in unser Land schimpft, soll sich vergegenwärtigen, dass die Menschen in Zukunft in weit größerer Anzahl kommen werden, denn in ihren Ländern können sie sich die Nahrung nicht mehr leisten, keine Landwirtschaft mehr betreiben und wegen der zunehmenden Erderwärmung durch die Regenwaldabholzung einfach nicht mehr in ihren Heimatländern leben. Letzteres betrifft die Bewohner des Äquators zuerst, aber die zunehmende Erderwärmung und die Reduktion des verfügbaren Trinkwassers als Folge der Regenwaldzerstörung werden schon bald nach ihnen unseren Kindern und Enkeln die Hölle heiß machen. Zu allererst sterben in brennender Flammenhölle die Orang-Utans und viele andere Tier-und Pflanzenarten für den vermeintlichen Segen des Biosprits bzw. den Profitgier der Agrarindustrie. Dagegen wehren sich verantwortungsvolle Menschen am 5. Juli 2013 mit einer Demonstration und Kundgebung am Karlsplatz/Stachus ab 18:00 Uhr: „Stoppt Agrarenergie“.

Weitere Infos bei Facebook – „Stoppt Agrar-Energie“ und www.stopbiogas.de Veranstalter ist Dr. Peter Zimmer erreichbar telefonisch 08572 963116 und bei Facebook unter „Tiere4Peter“.

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„Biosprit” vernichtet Regenwald

„Biosprit”: EU vernichtet 700.000 Hektar Regenwald jählich

PROTESTAKTION – Dr. Peter Zimmer ruft auf zur Demo gegen Agrar-Energie am Karlsplatz 5. Juli 2013 ab 16:30

Das EU Parlament diskutiert über die weitere Beimischung von Palmöl, Sojaöl, Rapsöl und andere Speiseöle zum Kraftstoff.

Mit Kraftstoff vom Acker versuchen EU Politiker das Autofahren umweltverträglicher zu machen und das Klima zu schonen. Der an den Tankstellen verkaufte Kraftstoff enthält daher immer höhere Anteile an so genanntem Biosprit.

Letztes Jahr wurde auf eine Fläche von 2,2 Millionen Hektar Bioenergie in Deutschland angebaut. Um das zu ermöglichen wurden 2,2 Million Hektar Regenwald in den Tropen  vernichtet und in Ackerfläche verwandelt. Somit konnte das in Deutschland fehlende Tierfutter durch genmanipuliert herbizid verseuchtem Sojaschrott ersetzt werden.

Über dies hinaus wurden  im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Tonnen Palmöl  dem Dieselkraftstoff bereits EU-weit beigemischt – neben vielen weiteren Millionen von Tonnen ebenso schädlichen Raps- und Sojaöls.

Die dafür benötigten Palmölplantagen nehmen 700.000 Hektar in Beschlag – Land, das bis vor kurzen noch Regenwald und der Lebensraum der bedrohten Arten, wie der Orang Utans war. Trotz der Abholzung der Regenwälder hat die EU Palmöl als nachhaltig produziert eingestuft.

Dabei warnen Umweltschützer, Entwicklungsexperten und auch die Wissenschaft schon lange vor der schädlichen Pflanzenenergie. Den Politikern in Brüssel fliegt ihre Energiepolitik längst um die Ohren, wie unabhängige und selbst die von der EU in Auftrag gegebenen Studien zeigen: Biodiesel aus Palm- und Sojaöl aber auch heimischem Raps ist schädlicher als fossiler Diesel aus Erdöl.

Die EU müsste also ihre Biospritpolitik sofort beenden. Doch die Agrarindustrie setzt alles daran, um weiter im Geschäft zu bleiben. Auf 10 Milliarden Euro pro Jahr belaufen sich allein die staatlichen Subventionen für Agrosprit in der EU.

Derzeit entscheidet das Europaparlament über die Zukunft der Biotreibstoffe. Am 20. Juni stimmt der Industrieausschuss, am 10. Juli der Umweltausschuss und am 10. September das Plenum des Parlaments über die angeblich “Bio”-Energie ab.

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