„Biosprit” vernichtet Regenwald

„Biosprit”: EU vernichtet 700.000 Hektar Regenwald jählich

PROTESTAKTION – Dr. Peter Zimmer ruft auf zur Demo gegen Agrar-Energie am Karlsplatz 5. Juli 2013 ab 16:30

Das EU Parlament diskutiert über die weitere Beimischung von Palmöl, Sojaöl, Rapsöl und andere Speiseöle zum Kraftstoff.

Mit Kraftstoff vom Acker versuchen EU Politiker das Autofahren umweltverträglicher zu machen und das Klima zu schonen. Der an den Tankstellen verkaufte Kraftstoff enthält daher immer höhere Anteile an so genanntem Biosprit.

Letztes Jahr wurde auf eine Fläche von 2,2 Millionen Hektar Bioenergie in Deutschland angebaut. Um das zu ermöglichen wurden 2,2 Million Hektar Regenwald in den Tropen  vernichtet und in Ackerfläche verwandelt. Somit konnte das in Deutschland fehlende Tierfutter durch genmanipuliert herbizid verseuchtem Sojaschrott ersetzt werden.

Über dies hinaus wurden  im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Tonnen Palmöl  dem Dieselkraftstoff bereits EU-weit beigemischt – neben vielen weiteren Millionen von Tonnen ebenso schädlichen Raps- und Sojaöls.

Die dafür benötigten Palmölplantagen nehmen 700.000 Hektar in Beschlag – Land, das bis vor kurzen noch Regenwald und der Lebensraum der bedrohten Arten, wie der Orang Utans war. Trotz der Abholzung der Regenwälder hat die EU Palmöl als nachhaltig produziert eingestuft.

Dabei warnen Umweltschützer, Entwicklungsexperten und auch die Wissenschaft schon lange vor der schädlichen Pflanzenenergie. Den Politikern in Brüssel fliegt ihre Energiepolitik längst um die Ohren, wie unabhängige und selbst die von der EU in Auftrag gegebenen Studien zeigen: Biodiesel aus Palm- und Sojaöl aber auch heimischem Raps ist schädlicher als fossiler Diesel aus Erdöl.

Die EU müsste also ihre Biospritpolitik sofort beenden. Doch die Agrarindustrie setzt alles daran, um weiter im Geschäft zu bleiben. Auf 10 Milliarden Euro pro Jahr belaufen sich allein die staatlichen Subventionen für Agrosprit in der EU.

Derzeit entscheidet das Europaparlament über die Zukunft der Biotreibstoffe. Am 20. Juni stimmt der Industrieausschuss, am 10. Juli der Umweltausschuss und am 10. September das Plenum des Parlaments über die angeblich “Bio”-Energie ab.

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